Flexibel bleiben – weiter kommen

«Alles unter einem Hut dank flexibler Arbeitszeiten und -orte».

Wenn Julia Wunsch zu erzählen beginnt, dann «sprudelt» es nur so aus der 32-jährigen Kölnerin. Schliesslich hat Julia viel erlebt – und viel zu berichten: Zu ihrer Arbeit; ihrer Promotion, ihrem Ehrenamt. Und zu Themen wie «Generation Y». Die Generation, die nicht einfach ausführt, sondern hinterfragt: Why? Warum tue ich, was ich tue? «Die Frage nach dem Sinn ist für mich ein zentraler Punkt. Die Welt hat sich in Vielem geändert – heute stehen einem 1001 Optionen offen» reflektiert sie.

Aus den 1001 Optionen hat sich Julia inzwischen für einige entschieden. Nachdem sie 2007 für ihren Master in Publizistik nach Zürich zog, war schnell klar: Hier will sie bleiben. Bereits während ihres Studiums spezialisierte sie sich auf die Bereiche Brand Management und Social Media und arbeitete in Deutschland sowie der Schweiz in verschiedenen Branchen. Irgendwann fehlte ihr dann aber das stete Dazulernen – ein Richtungswechsel musste her. 2013 begann sie daher ihre Doktorarbeit an der Universität Zürich zu schreiben und wechselte ein Jahr später den Job: Raus aus dem Agenturleben, rein in einen Grosskonzern. «Es hat mich gereizt, etwas Neues auszuprobieren; eine Marke digital über längere Zeit aufzubauen und zu begleiten – und nicht nur projektweise für eine Kundin oder einen Kunden tätig zu sein.»

Social Media bei der AXA und eine Dissertation

Seit März 2014 ist Julia nun Social Media Managerin bei der AXA: «Ich passe Kampagnenkonzepte an die Social Media Welt an oder konzipiere sie von Grund auf für Facebook & Co. Zudem bin für die den AXA Auftritt auf den sozialen Kanälen zuständig. Ein sehr spannender Job!» Parallel dazu schreibt sie ihre Dissertation fertig: «Bei uns in der Abteilung machen viele Flexwork, ob Teilzeit, Flex Time oder Homeoffice. Und da verschiedenste Flexwork-Modelle gelebt werden, ist mein 80 Prozent Pensum gar nichts Spezielles.» Die Social Media Managerin fügt an, dass am Ende das Ergebnis zähle – nicht die Präsenz vor Ort.

Julia beim Fachaustausch im Social Media Command Centre der AXA Indonesien

Image der Versicherung

Ursprünglich hatte Julia ein ganz anderes Image von der Versicherungsbranche: «Ich dachte immer, Versicherungen seien konservativ und langweilig.» Doch der Gegenteil ist der Fall: «Ich habe noch nie so viel Wertschätzung in einem Job erhalten, über so viele Freiheiten verfügt und mit so vielen tollen Menschen gearbeitet wie hier bei der AXA», so die 32-Jährige. «Klar gibt es auch Abläufe, die schwerfällig sind. Aber was auf der Pro-Seite steht – nämlich Teamspirit, die Förderung der Mitarbeitenden und die Flexibilität beim Arbeiten – dies alles überwiegt klar.»

Julia arbeitet in der Regel 1x im Impact Hub in Zürich dank Co–Working.

Entgrenzung der Arbeit?

Mit so viel Freiheit und Flexibilität muss man aber auch umgehen können. Gerade auch, weil die Kommunikation in den Social Media Beiträgen oft auch ausserhalb der normalen Bürozeiten, etwa am Abend oder am Wochenende, erfolgt. Julias Team hat dafür eine Lösung gefunden: «Die erste Reaktion erfolgt zum Glück durch unser tolles Customer Care Team. Wird es aber mal kritisch und braucht eine Fachexpertise, sind wir die richtigen Ansprechpersonen. Wir haben im Team eine WhatsApp-Gruppe gegründet, um uns in dringenden Fällen schnell austauschen zu können.» Führt dies zu einer Entgrenzung der Arbeit? Julia ergänzt: «Es gibt schon Zeiten, in denen ich nicht erreichbar bin, zum Beispiel beim Sport oder wenn ich in den Bergen bin – da habe ich oft einfach kein Netz! Aber da ich sowieso auch privat viel in den Sozialen Medien unterwegs bin, schaue ich immer auch schnell auf die AXA Profile, um zu sehen was läuft.» Einige Regeln gibt es aber dennoch: «Morgens bin ich die erste halbe Stunde offline. Erst wenn ich aus dem Haus gehe, wechsle ich vom Flugmodus auf online. Und auch abends vor dem Einschlafen schalte ich bewusst eine halbe Stunde vorher mein Handy aus und nehme es zudem nie mit ins Schlafzimmer. Das ist mir wichtig.» Denn so viel die Online-Welt auch bietet – wie bei allem kommt es auf die Balance an.

Beitrag teilen